22,4 Milliarden Euro: Amateurmusik ist ein Wirtschaftsfaktor

„Die Studie bestätigt in Zahlen, was wir in Bayern tagtäglich erleben: Amateurmusik ist nicht nur das Herz unseres kulturellen Lebens, sondern auch ein echter Wirtschaftsfaktor – in der Stadt wie auf dem Land“, sagt BMR-Präsident Bernd Sibler.

Erstmals beziffert eine bundesweite Studie die wirtschaftliche Kraft der Amateurmusik: Mindestens 22,4 Milliarden Euro geben Amateurmusizierende, Ensembles und Verbände in Deutschland jedes Jahr aus. Das ist deutlich mehr als der Umsatz der professionellen Musikwirtschaft, der 2023 bei rund 17,4 Milliarden Euro lag. Die Studie „Die wirtschaftliche Bedeutung von Amateurmusik in Deutschland“ hat ZiviZ im Stifterverband im Auftrag des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) erstellt. Grundlage sind die Angaben von mehr als 3.000 Amateurmusizierenden, knapp 900 Ensembles und 66 Verbänden für das Jahr 2025.

Vom Instrumentenbau bis zum Gasthof

Im Schnitt investieren Amateurmusizierende ab 16 Jahren 1.516 Euro pro Jahr in ihr Hobby, Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 15 Jahren 1.288 Euro. Das Geld fließt in Musikschulen, Instrumentenbau und Musikalienhandel, ebenso aber in Gastronomie, Hotellerie, Transportgewerbe und Veranstaltungswirtschaft. Getragen wird diese Wirtschaftskraft vor allem privat: Öffentliche Fördermittel decken im Schnitt nur elf Prozent der Ausgaben von Ensembles. Und sie entsteht nicht nur in Großstädten, denn auch in kleinen Gemeinden sorgt Amateurmusik für Nachfrage.

Amateurmusik in Bayern: Stark in Stadt und Land

Blaskapellen, Kirchenchöre, Laienorchester und Akkordeon-Ensembles prägen das kulturelle Leben im ganzen Freistaat, von der Großstadt bis ins kleinste Dorf. Der Bayerische Musikrat setzt sich als Dachverband der Musik in Bayern dafür ein, dass dieses Engagement die Rahmenbedingungen erhält, die es braucht.

Studie und Infografiken: www.bundesmusikverband.de/wirtschaftsstudie

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