Georg Richardsen (Bayerischer Jazzverband), Désirée Dischl (Bayerischer Musikrat), Prof. Tizian Jost (Bayerischer Jazzverband), Valentina Oefele (Bayerischer Jazzverband), Bernhard Lindner (Bayerischer Jazzverband)

Jazz Bavaria auf der jazzahead! 2026

Bayerischer Jazz erstmals mit eigenem Pop-up-Stand vertreten

Vom 22. bis 25. April 2026 traf sich die internationale Jazzszene erneut in Bremen zur jazzahead! 2026 – der weltweit bedeutendsten Fachmesse und Netzwerkplattform für Jazz. Zum 20-jährigen Jubiläum kamen Musikerinnen und Musiker, Festivals, Clubs, Agenturen, Labels, Veranstaltende, Journalistinnen und Journalisten sowie kulturpolitische Institutionen aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen der internationalen Jazzszene zu präsentieren und zu diskutieren.

Die jazzahead! vereint Fachmesse, Konferenzprogramm, Showcase-Festival und die über die Stadt verteilte CLUBNIGHT zu einem einzigartigen Format. Neben den Messe- und Netzwerkbereichen standen in diesem Jahr insbesondere internationale Showcase-Konzerte, Panels und Diskussionsformate im Mittelpunkt. Partnerland der Ausgabe 2026 war Schweden.

Erstmals war dort auch der Bayerischer Jazzverband e.V. gemeinsam mit dem Referat Jazz des Bayerischen Musikrats mit einem eintägigen Pop-up-Stand unter dem Titel „Jazz Bavaria“ vertreten. Der gemeinsame Auftritt machte die Vielfalt und Stärke der bayerischen Jazzszene sichtbar.

Am Stand „Jazz Bavaria“ konnten zahlreiche bestehende Kontakte gepflegt und viele neue Begegnungen initiiert werden – sowohl mit Akteurinnen und Akteuren aus Bayern als auch mit internationalen Vertreterinnen und Vertretern der Jazzbranche. In zahlreichen Gesprächen standen aktuelle Entwicklungen, strukturelle Fragen und die Herausforderungen der Jazzszene im Mittelpunkt. Besonders deutlich wurde dabei das große Interesse an einer stärkeren Sichtbarkeit und Vernetzung des Jazzstandorts Bayern.

Der Stand war dabei nicht nur Informations- und Präsentationsfläche, sondern vor allem offener Treffpunkt für Austausch, Begegnung und Kooperation. Künstlerinnen und Künstler, Veranstaltende, Festivals, Netzwerke und Institutionen nutzten die Gelegenheit, um Perspektiven zu teilen und neue Ideen anzustoßen.

Gefördert wurde der Messeauftritt durch Mittel des Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Besonders erfreulich war der Besuch von Ministerialrat Martin Breuer, der sich vor Ort ein Bild von der Fachmesse und den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der bayerischen Jazzszene machte. Sein Besuch wurde von den Beteiligten als starkes Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung für den Jazz in Bayern wahrgenommen.

Die positive Resonanz auf den ersten gemeinsamen Auftritt unter dem Namen „Jazz Bavaria“ zeigt, wie wichtig Plattformen für Sichtbarkeit, Austausch und internationale Vernetzung für den Jazz in Bayern sind. Der erfolgreiche Auftakt auf der jazzahead!

2026 soll daher zugleich Impuls und Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Aktivitäten und eine nachhaltige Stärkung des Jazzstandorts Bayern sein.

Artikel & Fotos: Désirée Dischl/BMR

 

Feedback aus der bayerischen Jazzszene

„(…) Am Stand hat man nicht nur alte Bekannte getroffen, sondern einen Ort gefunden, um auch neue Menschen aus der bayerischen Szene kennenzulernen. Somit war es mir möglich, auch hochrangige Kontakte zu Personen aus der bayerischen Kulturlandschaft zu knüpfen, von Booker*innen, Veranstalter*innen, aber auch Manager*innen. Ich denke, die bayerische Jazzszene hat sich mit ihren Qualitäten, sowie der nachhaltigen und überaus hochkarätigen Ausbildung durch die Landesjugend-Jazz Big Band und auch anderen einzelnen Förderprogrammen ein Aushängeschild, in Form eines solchen Standes verdient und darf sich gern – nicht nur im deutschen Raum – sondern auch international präsenter zeigen.“ Bernhard Hollinger Künstler, Musiker, Kurator, Klangforscher und Kulturvermittler

 

„Der bayerische Pop-Up-Stand auf der Jazzahead war ein schönes Aushängeschild und trotz seiner etwas abseitigen Lage und kleiner Größe gut frequentiert. Das lag bestimmt daran, dass die Verantwortlichen vom Musikrat und Jazzverband tatkräftig, kommunikationsfreudig und sympathisch zur Verfügung standen. Seit einigen Jahren ist die bayerische Jazzszene verstärkt auf der Messe präsent. Es wäre wünschenswert, auch in Zukunft einen solchen Anlaufpunkt zu haben, wo sich die Szene gemeinsam präsentieren und Interessierte zuverlässig, gebündelt und professionalisiert informieren können.“ Tilman Herpichböhm Musiker & künstlerischer Leiter des Internationalen Augsburger Jazzsommers

 

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