Leise Schritte auf knarzendem Parkett, angestrengtes Atmen und schnelle Bewegungen. Konzentriert folgt der Landesjugendchor den Anweisungen des Kolumbianers Gabriel Galindez Cruz, der den Chor morgens auf die Bewegungen seiner Choreographie vorbereitet, bevor Franziska Kuba mit der musikalischen Arbeit beginnt. Parallel zu Chorproben, in denen Bewegung und Klang nach und nach zusammengeführt werden, findet individuelle Stimmbildung statt, Einstudierung von Arien - teils mit szenischen Elementen, Einzelproben mit Korrepetitoren und Unterricht in Musiktheorie und Gehörbildung sowie ein Repetitorium für Studieninteressierte. Auch in dieser Woche schließt sich an viele der vollgepackten Tage der Arbeitsphase ein Aufführungsabend mit formal einstudierten Darbietungen oder chorintern geplanten Vorführungen an. Am vorletzten Abend findet das interne Werkstattkonzert mit fast kompletter Aufführung des Konzertprogramms statt.
Trotz hoher und enggetakteter musikalischer Anforderung finden die jungen Teilnehmenden Zeit für geselliges Miteinander, wachsen auch in der zweiten Arbeitsphase weiter zu einem Chor zusammen und verabschieden sich nach der intensiven Woche herzlich und mit Vorfreude auf die nächste Arbeitsphase voneinander.